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  4. Das Schulprogramm

Die Dietrich-Bonhoeffer-Schule auf einen Blick

 

Die Dietrich-Bonhoeffer-Schule ist eine Gemeinschaftsgrundschule der Stadt Herzogenrath im Stadtteil Merkstein. Rund 300 Schülerinnen und Schüler lernen hier gemeinsam in einer Schule, die von Vielfalt, gegenseitiger Wertschätzung und einem starken Gemeinschaftsgefühl geprägt ist. Als offene Ganztagsschule verbindet sie Unterricht, individuelle Förderung, Betreuung und außerunterrichtliche Angebote zu einem gemeinsamen Lern- und Lebensraum.

Die Kinder unserer Schule bringen unterschiedliche Begabungen, Interessen, kulturelle Hintergründe und sprachliche Voraussetzungen mit. Diese Vielfalt verstehen wir als Bereicherung für das gemeinsame Lernen. Sie eröffnet vielfältige Möglichkeiten für gegenseitige Unterstützung, Perspektivwechsel und kooperatives Lernen. Ziel unserer pädagogischen Arbeit ist es, allen Kindern unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen erfolgreiche Lernprozesse und eine positive persönliche Entwicklung zu ermöglichen.

 

Der Leitgedanke unserer Schule lautet:

„Jedes Kind ist anders – jedes Kind ist wertvoll.“

Dieser Leitsatz beschreibt die grundlegende Haltung, die unsere pädagogische Arbeit prägt. Jedes Kind soll in seiner Individualität wahrgenommen, wertgeschätzt und in seiner Entwicklung begleitet werden. Durch differenzierte Lernangebote, individuelle Förderung und eine wertschätzende Lernkultur schaffen wir Lernbedingungen, die es den Kindern ermöglichen, ihre Fähigkeiten zu entfalten und Verantwortung für ihr eigenes Lernen zu übernehmen.

Auch der Name unserer Schule verweist auf diese Haltung. Dietrich Bonhoeffer steht für Mut, Verantwortungsbewusstsein und die Bereitschaft, jeden zu respektieren und für andere einzustehen. Diese Werte möchten wir auch im schulischen Alltag vermitteln.

Ein prägendes Merkmal unserer Schule ist die Organisation in vier sogenannte Trakte: Meer, Strand, Wald und Savanne. Diese Struktur schafft überschaubare Lernbereiche innerhalb des Schulgebäudes und unterstützt stabile Beziehungen zwischen Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften. Gleichzeitig wird deutlich, dass alle Bereiche unserer Schule von einer gemeinsamen pädagogischen Haltung getragen werden.

Das Hände-Logo unserer Schule greift diese Gedanken sichtbar auf. Die farbigen Hände symbolisieren Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft und Verantwortung füreinander. Gleichzeitig greifen sie die vier Trakte unserer Schule – Savanne, Wald, Meer und Strand – auf und verdeutlichen, dass alle Teile der Schule eine gemeinsame pädagogische Haltung verbindet.

 

Die pädagogische Arbeit unserer Schule zeichnet sich insbesondere durch folgende Schwerpunkte aus:

• Lernen in klar strukturierten und zugleich offenen Lernformen, die selbstständiges und kooperatives Lernen ermöglichen

• Individuelle Förderung auf der Grundlage diagnostischer Beobachtungen

• Sprachbildung als durchgängige Aufgabe aller Fächer

• soziales Lernen und demokratische Beteiligung der Kinder

• Ermöglichung vielfältiger Bewegungserfahrungen und motorischer Fähigkeiten

• eine enge Verzahnung von Unterricht und Ganztag

• die Zusammenarbeit eines multiprofessionellen Teams

• Kooperationen mit außerschulischen Partnern

Diese pädagogischen Schwerpunkte greifen ineinander und bilden gemeinsam das Profil unserer Schule.

 

Die Arbeit der Dietrich-Bonhoeffer-Schule orientiert sich dabei an den Qualitätsdimensionen des Referenzrahmens Schulqualität Nordrhein-Westfalen. Dieser beschreibt zentrale Merkmale wirksamer schulischer Arbeit und dient als Grundlage für die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Schule.

Im Sinne des Referenzrahmens verstehen wir Schule als einen Ort,

an dem Unterricht lernförderlich, strukturiert und aktivierend gestaltet wird,
an dem individuelle Förderung und Unterstützung systematisch umgesetzt werden,
an dem eine wertschätzende Schulkultur das gemeinsame Lernen trägt,
und an dem Kooperation, Beteiligung und gemeinsame Verantwortung schulische Entwicklung ermöglichen.

Die Dietrich-Bonhoeffer-Schule versteht sich damit als lernende Organisation, die ihre pädagogische Arbeit regelmäßig reflektiert und weiterentwickelt. Ziel ist es, allen Kindern gute Voraussetzungen für ihren weiteren Bildungsweg zu eröffnen und sie zu selbstständigen, verantwortungsbewussten und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu begleiten.

 

Pädagogische Grundprinzipien

 

Die pädagogische Arbeit der Dietrich-Bonhoeffer-Schule orientiert sich an mehreren grundlegenden Prinzipien, die den Rahmen für Unterricht, Förderung und Schulleben bilden. Diese Grundprinzipien ergeben sich aus unserem Leitbild und unserem Verständnis von Schule als Lern- und Lebensraum.

Ein zentrales Prinzip ist das gemeinsame Lernen. Als Schule des Gemeinsamen Lernens gestalten wir Unterricht so, dass Kinder mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen, Erfahrungen und Begabungen gemeinsam lernen und voneinander profitieren können. Wir verstehen Heterogenität als Normalität schulischen Lebens. Unterschiedliche Lernstände, Stärken und Unterstützungsbedarfe sind daher für uns Ausgangspunkt pädagogischer Planung und nicht Abweichung von einer angenommenen Norm.

Der Referenzrahmen Schulqualität NRW betont, dass Unterricht an den Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler anknüpfen und ihnen vielfältige Lernmöglichkeiten eröffnen soll. Differenzierung und individuelle Förderung sind daher zentrale Bestandteile unserer Unterrichtsgestaltung. Wir schaffen Lernarrangements, die sowohl gemeinsames Arbeiten an einem Thema als auch individuelle Zugänge und Lernwege ermöglichen.

Ein weiteres wichtiges Prinzip ist die Wertschätzung jedes einzelnen Kindes. Kinder sollen sich an unserer Schule angenommen fühlen und erfahren, dass ihre Stärken gesehen und ihre Entwicklung ernst genommen wird. Diese Haltung prägt sowohl die Beziehungsgestaltung als auch den Blick auf Lernprozesse. Lernen gelingt aus unserer Sicht besonders dann, wenn Kinder sich sicher fühlen, Vertrauen in ihre Fähigkeiten entwickeln und erleben, dass Fehler als Teil des Lernens verstanden werden.

Darüber hinaus legen wir großen Wert auf die Entwicklung sozialer Kompetenzen. Schule ist für uns nicht nur ein Ort des Wissenserwerbs, sondern auch ein Raum für gemeinschaftliches Lernen und soziale Erfahrungen. Kinder sollen lernen, Verantwortung zu übernehmen, Konflikte konstruktiv zu lösen und sich aktiv an der Gestaltung des Schullebens zu beteiligen.

Soziales Lernen ist deshalb kein Zusatz, sondern ein integraler Bestandteil unseres schulischen Alltags. Rituale, gemeinsame Regeln, Beteiligungsformen und Verantwortungsaufgaben für Kinder tragen dazu bei, dass soziales Lernen kontinuierlich stattfindet und im Alltag verankert ist: Streitschlichter, Fußball-Schieris, Pausenhelfer, Bücherei-Helfer, Klassendienste und das Kinderparlament sind fest etabliert (s.u.).

Ein weiteres Grundprinzip unserer Arbeit ist die Förderung von Selbstständigkeit und Eigenverantwortung. Kinder sollen zunehmend lernen, ihr Arbeiten zu strukturieren, Aufgaben zu planen, Entscheidungen zu treffen und den eigenen Lernprozess mitzugestalten. Dies setzt verlässliche Strukturen und transparente Erwartungen voraus. Unterricht muss daher sowohl Orientierung geben als auch Freiräume für eigenständiges Lernen eröffnen.

Auch die Förderung motorischer Fähigkeiten und die Ermöglichung vielfältiger Bewegungserfahrungen sehen wir als wichtiges Anliegen, um Kinder ganzheitlich fördern und fordern zu können.

Schließlich verstehen wir Schule als einen Ort, an dem Lernen, Erziehen und Zusammenleben untrennbar miteinander verbunden sind. Ein positives Schulklima, tragfähige Beziehungen, Beteiligungsmöglichkeiten und die enge Zusammenarbeit mit Eltern und außerschulischen Partnern bilden wichtige Voraussetzungen dafür, dass Kinder sich fachlich, sozial und persönlich entwickeln können.

Die pädagogischen Grundprinzipien unserer Schule sind damit eng mit den Qualitätsdimensionen des Referenzrahmens Schulqualität NRW verbunden. Sie zeigen sich in der Gestaltung von Unterricht, in der Förderung der Kinder, in der Schulkultur und in der Zusammenarbeit aller Beteiligten. Auf diese Weise entsteht eine Schule, die Kindern Orientierung gibt, sie in ihrer Individualität ernst nimmt und sie auf ihrem Lern- und Lebensweg begleitet.

 

Multiprofessionelle Zusammenarbeit

 

Die Förderung und Unterstützung von Kindern erfordert heute in vielen Bereichen die Zusammenarbeit verschiedener pädagogischer und sozialer Fachkräfte. An der Dietrich-Bonhoeffer-Schule arbeiten daher unterschiedliche Professionen eng zusammen, um die Schülerinnen und Schüler bestmöglich in ihrer Entwicklung zu begleiten.

Zum multiprofessionellen Team unserer Schule gehören neben den Lehrkräften auch sonderpädagogische Fachkräfte, pädagogische Mitarbeitende des Ganztags, Schulsozialarbeit sowie weitere unterstützende Fachkräfte.

Diese Zusammenarbeit ermöglicht es, unterschiedliche Perspektiven und Kompetenzen zu nutzen und Schülerinnen und Schüler umfassend zu unterstützen. Lehrkräfte bringen ihre fachlichen und didaktischen Kompetenzen ein, während sonderpädagogische Fachkräfte insbesondere im Bereich der individuellen Förderung tätig sind.

Die pädagogischen Mitarbeitenden des Ganztags gestalten gemeinsam mit den Lehrkräften Lernzeiten, Förderangebote und Freizeitaktivitäten. Durch die enge Abstimmung zwischen Unterricht und Ganztag entsteht ein zusammenhängender Bildungs- und Lebensraum für die Kinder.

Auch die Schulsozialarbeit spielt eine wichtige Rolle für die Unterstützung der Schülerinnen und Schüler. Sie bietet Beratung für Kinder, Eltern und Lehrkräfte an und unterstützt bei sozialen oder persönlichen Herausforderungen.

Die Zusammenarbeit innerhalb des multiprofessionellen Teams erfolgt in regelmäßigen Gesprächen und Abstimmungen. Beobachtungen aus dem Unterricht, aus dem Ganztag oder aus Beratungsgesprächen werden zusammengeführt, um geeignete Unterstützungsmaßnahmen zu entwickeln.

Diese multiprofessionelle Zusammenarbeit entspricht der Qualitätsdimension „Professionalisierung und Kooperation“ des Referenzrahmens Schulqualität NRW.

 

Schulkultur und Werteerziehung

 

Ein positives Schulklima ist eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiches Lernen. Kinder können sich nur dann auf Lernprozesse einlassen, wenn sie sich in ihrer Umgebung sicher fühlen und erleben, dass sie als Teil einer Gemeinschaft angenommen werden. Aus diesem Grund legt die Dietrich-Bonhoeffer-Schule großen Wert auf eine wertschätzende und respektvolle Schulkultur.

Werteerziehung verstehen wir dabei nicht als isolierten Unterrichtsinhalt, sondern als grundlegenden Bestandteil unseres schulischen Alltags. Die Werte unserer Schule zeigen sich in der Art und Weise, wie wir miteinander sprechen, wie Konflikte gelöst werden, wie Verantwortung übernommen wird und wie Schülerinnen und Schüler aktiv an der Gestaltung des Schullebens beteiligt werden.

Der Leitgedanke unserer Schule

„Jedes Kind ist anders – jedes Kind ist wertvoll.“

bildet die Grundlage dieser Haltung. Er erinnert uns daran, dass jedes Kind Anerkennung und Wertschätzung verdient und dass Vielfalt ein selbstverständlicher Bestandteil unserer Schulgemeinschaft ist.

Werteerziehung zeigt sich im Alltag der Schule in vielen konkreten Situationen. Schülerinnen und Schüler übernehmen Verantwortung im Schulalltag, beispielsweise als Streitschlichterinnen und Streitschlichter, als Pausenhelfer, Bücherei-Helfer oder als Fußball-Schiedsrichter während der Pausen. Diese Aufgaben stärken Selbstvertrauen und Verantwortungsbewusstsein und tragen dazu bei, dass Kinder aktiv zur Gestaltung eines respektvollen Miteinanders beitragen.

Darüber hinaus tragen gemeinsame Rituale, Projekte sowie Feste und Veranstaltungen im Jahreslauf dazu bei, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken und eine positive Schulkultur zu entwickeln.

Der Referenzrahmen Schulqualität NRW betont die Bedeutung einer wertschätzenden und unterstützenden Schulkultur. Durch unsere verbindlichen Regeln, Rituale und Beteiligungsstrukturen schaffen wir eine Lernumgebung, in der Kinder sich angenommen fühlen und sich sowohl fachlich als auch persönlich entwickeln können.

 

Wiederkehrende Veranstaltungen im Jahreslauf (Änderungen möglich)

 

Zusätzlich finden in regelmäßigem Rhythmus statt: Projektwochen (BNE, Zirkus, Sport oder Musik) und Schulfest.

Zeitraum

Mögliche wiederkehrende Veranstaltungen / Schwerpunkte

August bis Oktober 

Einschulungsfeier, Kennenlerntage, Klassenpflegschaftssitzungen, Mobilitätstage, Schulschwimmwoche, Schülersprechtage,

November bis Januar

Laternenbasteln, Elternsprechtage, Mathematik-Wettbewerb, Martinszug, Vorlesetag, Adventssingen, Burgweihnacht, Weihnachtsfeier, Theater

Januar bis April 

Karnevalsfeier, Projekt „Kinder stark machen“, Miteinander-Füreinander-Tag, Känguru der Mathematik, Schüler- und Elternsprechtage, Frühlingsmarkt / Sponsorenlauf, Diagnosewochen, Lesewettbewerb

Mai bis Juli

Tag der offenen Tür, Lesewettbewerb der Grundschulen, Wandertag, Radfahrwoche, Klassenfahrt (Stufe 4) Bundesjugendspiele / Spielefest, Friedenslauf 

Vor den Sommerferien

Spielenachmittag der neuen „Erstis“, Abschlussfeier, Verabschiedungen 

 

Prävention und Konfliktkultur – Gestuftes Interventionskonzept

 

Ein respektvolles und störungsfreies Lernklima bildet eine grundlegende Voraussetzung für erfolgreiches Lernen. Kinder können sich nur dann auf Lernprozesse einlassen, wenn sie sich in ihrer Umgebung sicher fühlen und das Miteinander von gegenseitiger Wertschätzung geprägt ist. Aus diesem Grund legt die Dietrich-Bonhoeffer-Schule großen Wert auf eine bewusste Gestaltung der Schulkultur sowie auf klare und transparente Regeln für das Zusammenleben.

Konflikte und Regelverletzungen gehören zum schulischen Alltag und sind Teil sozialer Lernprozesse. Unser Ziel ist es daher nicht, Konflikte vollständig zu vermeiden, sondern Kinder dabei zu unterstützen, Konflikte konstruktiv zu bearbeiten und Verantwortung für ihr eigenes Verhalten zu übernehmen. Dabei orientieren wir uns an einem verbindlichen gestuften Interventionskonzept, das für alle Beteiligten nachvollziehbar und transparent ist.

Vor einer direkten Konfrontation mit einem nicht tolerierten Verhalten versuchen Lehrkräfte zunächst, deeskalierend auf eine Situation einzuwirken. Dies kann beispielsweise durch Blickkontakt, eine kurze nonverbale Erinnerung an vereinbarte Regeln, eine Veränderung der Sitzordnung oder eine kurze persönliche Ansprache geschehen. Ziel dieser Maßnahmen ist es, das Verhalten frühzeitig zu korrigieren, ohne den Unterrichtsfluss zu unterbrechen.

Wenn ein störendes Verhalten dennoch fortgesetzt wird, erfolgt eine klare und sachliche Ermahnung durch die Lehrkraft. Das Kind wird darauf hingewiesen, welches Verhalten erwartet wird und welche Konsequenzen bei fortgesetzter Störung folgen können.

In einer weiteren Stufe wird dem Kind eine mögliche Auszeit in einer anderen Klasse angekündigt. Diese Ankündigung dient als deutliche Orientierung und gibt dem Kind die Möglichkeit, sein Verhalten noch einmal zu überdenken.

Kommt es weiterhin zu Störungen, arbeitet das Kind für eine Unterrichtsstunde in einer anderen Klasse. Die Eltern werden über diesen Schritt informiert. Die Auszeit bietet dem Kind die Gelegenheit, zur Ruhe zu kommen und das eigene Verhalten zu reflektieren.

Wenn ein Kind diese Maßnahme verweigert oder weiterhin erheblich stört, wird eine Kollegin oder ein Kollege zur Unterstützung hinzugezogen. In diesem Zusammenhang findet auch ein Gespräch mit den Eltern statt, in dem gemeinsam über mögliche Ursachen und Unterstützungsmaßnahmen gesprochen wird.

In schwerwiegenden Fällen wird schließlich die Schulleitung einbezogen. Das Kind kann in dieser Situation vom Unterricht ausgeschlossen werden und wird von den Eltern abgeholt. Am folgenden Schultag findet ein Rückkehrgespräch mit Eltern, Kind, Klassenlehrkraft und Schulleitung statt. In diesem Gespräch werden gemeinsam Vereinbarungen für das zukünftige Verhalten getroffen und Möglichkeiten der Unterstützung besprochen.

Dieses gestufte Vorgehen sorgt für Transparenz und Verlässlichkeit im Umgang mit Regelverstößen. Gleichzeitig unterstützt es Kinder dabei, Verantwortung für ihr Verhalten zu übernehmen und ihr Handeln zu reflektieren. Damit leistet das Interventionskonzept einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung sozialer Kompetenzen und zu einem respektvollen Schulklima.

 

Übersicht des gestuften Interventionskonzepts

 

Phase

Maßnahme

Ziel / Hinweis

Phase 0

Deeskalierende Kontaktaufnahme: Blickkontakt, Körpersprache, Umplatzieren, Kanalisieren

Frühes Gegensteuern ohne Eskalation

Phase 1

Klare Konfrontation / Stopp-Signal

Regelverstoß benennen und Verhalten unterbrechen

Phase 2

Ankündigung einer Auszeit in einer anderen Klasse / Gruppe / Pausenbank

Transparente nächste Stufe aufzeigen

Phase 3

Arbeit für eine Doppelstunde in einer anderen Klasse / Gruppe / Auszeit-Pause;  Elterninformation

Lernruhe sichern und Verhalten reflektieren

Phase 4

Kollegiale Unterstützung; Elterngespräch

Verbindliche Zusammenarbeit und Klärung

Phase 5

Einbezug der Schulleitung / OGS-Leitung; Ausschluss vom Unterricht / OGS für den Rest des Tages; Abholung; Rückkehrgespräch am Folgetag

Schutz des Lernklimas und verbindliche Neuvereinbarung

 

Kooperation mit außerschulischen Partnern

 

Die Dietrich-Bonhoeffer-Schule versteht sich als Teil ihres sozialen Umfeldes und arbeitet daher eng mit verschiedenen außerschulischen Partnern zusammen. Diese Kooperationen erweitern die Lernmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler und tragen dazu bei, schulisches Lernen mit der Lebenswelt der Kinder zu verbinden.

Außerschulische Kooperationen ermöglichen es, zusätzliche Perspektiven in die schulische Arbeit einzubringen und Lernorte außerhalb des Klassenzimmers zu erschließen. Gleichzeitig tragen sie dazu bei, Schule als offenen Lern- und Lebensraum zu gestalten, der in seinem Umfeld verankert ist.

Zu den Kooperationspartnern unserer Schule gehören unter anderem die Kirchengemeinde, mit der wir bei verschiedenen Veranstaltungen und Projekten zusammenarbeiten. Darüber hinaus unterstützt das Projekt Lesementor die Förderung der Lesekompetenz unserer Schülerinnen und Schüler. Ehrenamtliche Lesementorinnen und Lesementoren arbeiten regelmäßig mit einzelnen Kindern und tragen dazu bei, Lesefreude und Lesesicherheit zu stärken.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Kooperationen unserer Schule ist das Engagement von Eltern. Viele Eltern bringen sich aktiv in das Schulleben ein und bereichern den schulischen Alltag durch eigene Angebote und Projekte. Beispiele hierfür sind Arbeitsgemeinschaften oder Angebote im Ganztag, wie beispielsweise eine Garten-AG oder Yoga-Angebote, die von engagierten Eltern gestaltet werden.

Darüber hinaus beteiligt sich die Schule an verschiedenen Projekten, die den Schülerinnen und Schülern wichtige Kompetenzen für ihren Alltag vermitteln. Ein Beispiel hierfür ist das Präventionsprojekt „Beißt der?“, in dem Kinder lernen, sicher und verantwortungsvoll mit Hunden umzugehen. Im Rahmen dieses Projekts setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Verhalten von Hunden auseinander und lernen, mögliche Gefahrensituationen zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren.

Auch die Kooperation mit der Polizei, z.B. im Rahmen der Mobilitätserziehung, und anderen außerschulischen Partnern (Grube Adolf, ASEAG, Verkehrswacht etc.) öffnet unsere Schule und ermöglicht den Kindern vielfältige Handlungs- und Bewegungserfahrungen. 

Alle diese Kooperationen eröffnen zusätzliche Lern- und Erfahrungsräume und tragen dazu bei, die Schule stärker mit der Lebenswelt der Kinder zu verbinden. Gleichzeitig fördern sie soziale Kompetenzen, Verantwortungsbewusstsein und Selbstständigkeit.

 

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